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Mixed-Turnier

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Mixed-Cup Premiere in Oker

Spätestens nach dem Europameistertitel von Karina Schönmeier und Timo Eder bei den Heimeuropameisterschaften 2025 in Leipzig hat sich der Mixed-Wettkampf etabliert. Was in zahlreichen Sportarten schon seid Jahren praktiziert wurde war im Turnen lange Zeit ignoriert worden. Bis die Europäische Turnunion UEG sich dazu entschied Mixed zur offiziellen Meisterschaft zu machen und die Premiere dieses Wettkampfes in Leipzig ausgerechnet ein deutsches Team gewann. Und auch die FIG, die kürzlich ihren Namen in World of Gymnastics änderte zieht nach, 2028 wird es im Mixed-Wettkampf erstmals auch im Turnen um olympische Medaillen gehen.

Normalerweise gehen solche Veränderungen ja von „unten nach oben“, dieses Mal ist es andersherum. Inspiriert von seinen Dachverbänden ziehen nun auch die Akteure der Landesverbände nach und so wird das Format am 6. Juni erstmals auch auf Niedersächsischer Ebene seine Premiere feiern. Einmal mehr wird dabei die Helmut-Sander-Sporthalle im Mittelpunkt stehen. Kaum eine Halle in Niedersachsen bietet bessere Bedingungen, kann aufgrund der verschiedenen Verspannungsmöglichkeiten kombiniert mit einer optimalen Raumaufteilung ein kompletter Männer- und Frauengerätesatz aufgebaut werden. Grundvoraussetzung für das neue Format, zumindest wenn alle Geräte zur Auswahl stehen sollen.

Bereits beim Deutschlandpokal der Senioren 2025 gab es erste Gedanken zu einem Mixed-Cup und die Reaktionen darauf fielen bei potenziellen Kandidaten und Kandidatinnen sehr positiv aus. Nach Veröffentlichung der Ausschreibung gab es großes Interesse, so dass die maximale Anzahl von 4 Teams pro Turnbezirk schnell ausgeschöpft war.

Am 6. Juni ab 14:00 Uhr ist es dann soweit! Ein hochkarätiges Teilnehmerfeld von 17 Teams trifft in der Helmut-Sander-Sporthalle aufeinander. Darunter sind auch einige Turnerinnen und Turner aus den jeweiligen Bundesligen der Deutschen Turnliga. Geturnt werden jeweils 3 frei von den Turnerinnen und Turnern wählbare Geräte. Die Ergebnisse werden zusammenaddiert und bilden am Ende das Teamergebnis. Die Top 4 Teams turnen dann im kleinen und großen Finale ein viertes Gerät. Platz 3 der Vorrunde turnt gegen Platz 4 um Bronze und für die zwei besten Pärchen der Vorrunde geht es um den Titel.

Auch zwei Duos vom VfL Oker haben sich über den Bezirksentscheid für das Landesfinale qualifiziert. Anna Bombala ist dabei die jüngste Turnerin im Feld und wird zusammen mit Robert Knoke am Start sein. Team 2 besteht aus Charlin Lambrecht und Robin Rönnecke. Beide Teams hoffen dabei sich mit einem guten Durchgang unter die Top 10 turnen zu können. Das Erreichen des kleinen oder gar großen Finales dürfte angesichts der Konkurrenz sehr schwer werden. Hier werden sich vermutlich Marvin Block, Punktelieferant des TUS Vinnhorst in der 2. Bundesliga mit Partnerin Franziska Roeder, die für TUS Wüllen in der 3. Bundesliga turnt oder auch der WM-Erfahrene Pablo Broszio mit Zweitligistin Sabrina Proemmel in Stellung bringen. Doch auch diesen beiden Duos sitzt scharfe Konkurrenz im Nacken.

Turnen auf höchstem Niveau ist somit auf jeden Fall garantiert und die Vorfreuden der Aktiven auf diesen Wettkampf ist entsprechend hoch.

Neben dem Mixed-Cup finden Samstag Vormittag und den kompletten Sonntag die Landeseinzelmeisterschaften im männlichen Gerätturnen statt. Am Sonntag ab 13 Uhr sind dann mit Robin Rönnecke und Eric Siebenhaar in der AK 18-29 nochmal zwei Okeraner mit berechtigten Medaillenhoffnungen dabei.

Mixed-Cup und Landeseinzelmeisterschaften
Bombala und Knoke knapp am Finale vorbei

Bei der Premiere des NTB Mixed-Cup in Oker zeigten Anna Bombala und Robert Knoke eine starke Leistung und scheiterten nur knapp am Einzug ins kleine Finale. Vorausgegangen war eine tadellose Leistung an den 3 ausgewählten Geräten. Robert Knoke, der aufgrund seiner Bundesligaerfahrung mit Drucksituationen vertraut ist lieferte an den Geräten Barren, Ringe und Reck. Überraschenderweise zeigte sich Anna Bombala ebenso nervenstark und ließ sich von der scheinbar übermächtigen Konkurrenz nicht beeindrucken. So hielt sie an Sprung und Boden mit starken Leistungen das Duo auf dem 6. Rang nach zwei Geräten. Bei ihrer Stufenbarrenübung war dann zunächst das Kampfgericht noch nicht einsatzbereit – Bombala durfte ihre Übung wiederholen, tat dieses in noch besserer Ausführung als zuvor. So schob sich das Okeraner Duo auf den vorerst 4. Rang vor. Fast wäre der Einzug ins kleine Finale geglückt, doch im letzten Moment gelang es dem Kleefelder Team Franziska Roeder und Marvin Block noch an Bombala und Knoke vorbeizuziehen. Rang 5 war am Ende allerdings trotzdem mehr als man im Vorfeld erwartet hatte.

Mit Charlin Lambrecht und Robin Rönnecke zeigte ein weiteres Duo eine gute Leistung. Lambrecht turnte an Sprung, Stufenbarren und Balken. Besonders am Balken zeigte sie eine hohe Schwierigkeit, musste aber kurz vor Ende leider einmal das Gerät verlassen. Robin Rönnecke turnte solide an Boden, Ringen und Barren, am Ende wurde es Rang 12 für das zweite VfL-Duo.

Die Medaillenentscheidungen sollten die „Bundesligateams“ unter sich ausmachen. Auf hohem Niveau fingen die vierten der Vorrunde Roeder und Block das Buchholzer Team Heitmann / Raunecker noch ab und sicherten sich den 3 Platz. Im großen Finale standen sich mit Daria Hofmann / Mykola Antoshcenko und Sabrina Proemmel / Pablo Broszio zwei Buchholzer Teams gegenüber. Antoshcenko, der im Finale erneut eine brillante Reckübung turnte konnte dabei einen Vorsprung gegenüber Broszio an den Ringen herausturnen. Hofman und Proemmel wählten beide den Boden und auch hier konnte Hofmann einen knappen Vorsprung von zwei Zehnteln herausturnen und somit den ersten Mixed-Cup-Sieg unter Dach und Fach bringen.

Dramatische Szenen gab es im Wettkampf LK 1 Männer 18-29 unter Beteiligung der beiden VfL-Turner Robin Rönnecke und Eric Siebenhaar. Beide zeigten einen nahezu perfekten Wettkampf und lieferten sich ein Kopf an Kopf-Rennen mit Nick Mauter aus Oldenburg und Jannik Stolp aus Buchholz. Nach gutem Auftakt am Boden ging Siebenhaar in Führung, turnte auch an seinem schwächeren Gerät Pauschenpferd solide und blieb damit in Medaillenposition. Auch Rönnecke, der tags zuvor schon im Mixed-Cup unterwegs war zeigte keine Schwächen. Nach 5 Geräten gab es eine Doppelführung durch Eric Siebenhaar und Nick Mauter. Das Königsgerät brachte die Entscheidung. Hier ließ sich Mauter die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Er behielt die Nerven und brachte seine schwierige Übung zuende. Auch Siebenhaar turnte durch, allerdings leichter und konnte nicht an die Wertung von Mauter heranreichen. Rönnecke ließ sich ebenfalls nicht beeindrucken, turnte sicher. Für einen Schreckmoment sorgte Jannik Stolp, der bei seinem Flugelement abrutschte und nur noch mit einem Arm an der Stange hing. Den Rest der Übung präsentierte er jedoch sauber und sicher. Am Ende sicherte sich Nick Mauter vom Oldenburger TB den Sieg, Jannik Stolp gelang es sich mit einem Zehntel Vorsprung an Robin Rönnecke auf Rang 2 zu schieben. Rönnecke wiederum hatte nur zwei Zehntel Vorsprung auf Siebenhaar und gewann die Bronzemedaille vor Eric Siebenhaar auf Platz 4.

In den weiteren Wettkämpfen des Wochenendes ging es in den AK-Klassen um die Qualifikation zu den Deutschen Jugendmeisterschaften. Hier waren u.a. mit Andrej Mihai und Mika Hallmann zwei Juniorennationalturner am Start, die sich jeweils den Sieg in der AK 15/16, bzw. 17/18 sicherten.

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